Zehn erstaunliche Effekte, die Du durch Holzasche erreichen kannst

Zwar noch als Verbrennungsrückstand von Kaminen bekannt, ist Holzasche dennoch zu einer eher seltenen Substanz geworden. Verdrängt durch Gas und Öl, ist Holz als Heizmaterial in unseren modernen Zeiten völlig in den Hintergrund getreten. Auch der Kamin wird in der kalten Jahreszeit eher für eine stimmungsvolle Atmosphäre genutzt als zu Heizzwecken. Dennoch gibt es sie noch häufiger als Du zunächst vermuten wirst, denn auf der Suche nach Holzasche wirst Du eher im Sommer fündig. Immer wenn die wärmeren Tage des Jahres einsetzen und die Grillkohle zum Glühen gebracht wird, bleibt zum Schluss Holzasche zurück.

Anstatt sie nun wie gewöhnlich zu entsorgen, solltest Du sie nach jedem Grillen in einem Blecheimer aufbewahren, denn sie ist wertvoller als es sich die meisten Menschen vorstellen können. Am besten eignet sich Asche aus harten Laubhölzern oder Obstbäumen. Grillbriketts sind übrigens ganz ungeeignet. Die 10 folgenden Tipps zeigen kurz zusammengefasst erstaunliche Ergebnisse mithilfe von Holzasche.

Verwendung als Zahnputzmittel

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Hierzu sollte die Asche zunächst gesiebt werden, damit keine größeren Stücke zu Verletzungen führen können. Zum Zähneputzen musst Du die Zahnbürste zunächst zum Anfeuchten in Wasser tauchen. Dann die Borsten auf die Asche stupsen und schon kann es losgehen, wie bei der gewohnten Zahnpasta. Gut ausspülen ist nun besonders wichtig.

Holzasche zur Unkrautvernichtung

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Holzasche kann auch ein wirkungsvolles Mittel gegen Unkraut sein. Dazu bedarf es jedoch frühzeitiger Vorbereitungen. Disteln, Löwenzahn oder Wegerich musst Du schon im Herbst mit Holzasche bestäuben. So bleiben fünf bis sechs Monate Zeit, um das Wachstum im Frühjahr zum Erliegen zu bringen. Nach Regen und Wind nochmals wiederholen.

Silber polieren

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Auch hier muss die Asche, um Kratzer zu verhindern, zuvor durch ein feines Sieb von groben Teilen befreit werden. Asche von verbranntem weißem Papier kann ebenfalls dafür zum Einsatz kommen. Feuchte das Tuch vorher ganz leicht an, damit die feine Asche haften kann. Nach dem Polieren solltest Du alles gründlich abspülen.

So bleiben Schnittblumen frisch

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Schnittblumen neigen dazu, zum Beispiel auf längerem Transport, sehr schnell ihre Feuchtigkeit zu verlieren. Um diesen Effekt zu verlangsamen, kannst Du die zuvor mit Wasser angefeuchteten Schnittstellen in Holzasche tauchen, die sich dann mit dem Wasser vermischt. Dadurch werden die Schnittflächen weitgehend verschlossen und das Eintrocknen der Enden wird verhindert.

Als Scheuermittel einsetzen

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Alle Gegenstände im Haus und in der Küche die aus Edelstahl, Keramik oder Emaille bestehen und selbst Cerankochfelder, benötigen eine regelmäßige Pflege. Ähnlich wie beim Silberpolieren kannst Du hier wieder gesiebte Asche verwenden, wobei das Tuch jedoch gut durchfeuchtet sein sollte. Dabei nimmt die Ache auch Fettrückstände auf. Anschließend gut spülen.

Als Reinigungsmittel

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Zum Wäschewaschen, Bodenwischen oder Geschirrspülen kannst Du Dir mithilfe von Holzasche ein eigenes Reinigungsmittel herstellen. Dazu in einem Liter kaltes Wasser acht Esslöffel Aschenpulver geben. Nach etwa sechs Stunden ist die Asche völlig abgesunken und der pH-Wert des Wassers liegt bei etwa 9. Die so entstandene Lauge abgießen und benutzen.

Fenster am Kachelofen reinigen

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Glasscheiben von Kachelöfen- oder Kamintüren, weisen häufig eingebrannten Ruß auf. Auch hier funktioniert wieder ein in Holzasche getauchtes nasses Tuch. Hier solltest Du besser etwas mehr Wasser einsetzen. Zeitungspapier ist für diesen Zweck auch gut geeignet. Nach dem Reinigungsvorgang noch mit klarem Wasser und sauberem Tuch nach wischen. Dann trocken putzen.

Dünger aus Holzasche

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Kalium, Magnesium und Kalzium kommen als Dünger überall zum Einsatz. In Holzasche sind diese Mineralien ebenfalls reichlich vorhanden. Somit kannst Du mit Holzasche tatsächlich effektiv düngen. Ob mit Gießwasser oder Kompost vermischt oder direkt aufs Beet gestreut, Du kannst Holzasche wie normalen Streudünger benutzen. 30 Gramm pro m² reichen aus.

Schädlingsbekämpfung

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Holzasche wirkt als Dünger und Schädlingsbekämpfung zugleich. Um diesen Effekt zu verstärken, kannst Du die Asche auch rund um die Pflanzen herum streuen, wodurch Blattkäfer, Erdflöhe oder Kohlschnaken ferngehalten werden. Dazu genügt eine dünne Schicht. Gegen Blattläuse gehst Du am besten direkt vor, indem Du die Pflanze komplett mit Asche bestäubst.

Entfernung von Algen und Moosen

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Algen- und Moosbewuchs auf Balkonen, Terrassen und Pflasterwegen sind ganz natürlich und nicht zu vermeiden. Bevor Du zu radikalen umweltschädlichen mitteln greifst, kannst Du auch hier die bewährte Holzasche nutzen. Einfach eine geschlossene Schicht aufstreuen und mit Wasser besprühen. Nach ein paar Minuten das Ganze mit heißem Wasser abschrubben.

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